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PLATZ
Der Platz hat einen Turm,
der Turm hat einen Balkon,
der Balkon hat eine Dame,
die Dame eine Blume aus Weiß.
Ein Herr ist vorbeigegangen
– warum nur ging er vorbei? –
und hat den Platz mitgenommen
mit seinem Turm und seinem Balkon,
mit seinem Balkon und seiner Dame,
seiner Dame und ihrer Blume aus Weiß.
IM MEER DER FRAUN
Im Meer der Fraun
scheitern wenige bei Nacht,
viele im Morgengraun.
EINSAMKEITEN - 'SOLEDADES'
I
Der Reisende
In der Wohnstube steht, im düstren Raum,
der Bruder unter uns: geliebt, erkannt
als der, den eines schönen Tags im Kindheitstraum
wir fortgehn sahen in ein fernes Land.Silbern schon schimmern seine Schläfen jetzt,
die Strähne in der schmalen Stirn wirkt graubereift;
Und die rastlosen Blicke, kalt, gehetzt,
verraten ein Herz, das weitab entschweift.Die Herbstwipfel lassen die Blätter treiben
im Park, der welk ist, alterswund.
Der Abend hinter feuchten Fensterscheiben
schminkt sich - auch in des Spiegels Hintergrund.Das Gesicht des Bruders erhellt sich sacht.
Aufblühende Enttäuschungen im baren
Goldglanz des Abends, der sich neigt zur Nacht?
Drang nach neuem Leben in neuen Jahren?Tut die verlorne Jugend ihm wohl leid?
Fern starb die Arme, das wölfische Tier.
Die nie gelebte helle Jugendzeit
- bangt ihm, sie heule noch vor seiner Tür?Gilt sein Lächeln den goldnen Sonnentönen
eines Traumlands, das unentdeckt geblieben?
Sieht er sein Schiff durchs wilde Meeresdröhnen
mit wind- und lichtgeschwelltem Segel stieben?Gesehn hat er das Herbstlaub an der Hecke,
Blätter, gelb kreiselnd durch den Duft von Zweigen
des Eukalyptusbaums, die Rosenstöcke,
die noch mal ihre weißen Rosen zeigen.
Und dieser Schmerz, sei’s Sehnsucht, sei’s Verprellung,
unterdrückt eine Träne, die sich regt,
während ein Rest von mannhafter Verstellung
die Züge des bleichen Gesichtes prägt.Ein ernstes Porträt hebt sich klar noch immer
von der Wand ab. Wir reden drum herum.
Es pocht im trauten, trauervollen Zimmer
das Ticktack der Uhr. Alle stehn wir stumm
I
El viajero
Está en la sala familiar, sombría,
y entre nosotros, el querido hermano
que en el sueño infantil de un claro día
vimos partir hacia un país lejano.Hoy tiene ya las sienes plateadas,
un gris mechón sobre la angosta frente;
y la fría inquietud de sus miradas
revela un alma casi toda ausente.Deshójanse las copas otoñales
del parque mustio y viejo.
La tarde, tras los húmedos cristales,
se pinta, y en el fondo del espejo.El rostro del hermano se ilumina
suavemente. ¿Floridos desengaños
dorados por la tarde que declina?
¿Ansias de vida nueva en nuevos años?¿Lamentará la juventud perdida?
Lejos quedó - la pobre loba - muerta.
¿La blanca juventud nunca vivida
teme, que ha de cantar ante su puerta?¿Sonríe al sol de oro,
de la tierra de un sueño no encontrada;
y ve su nave hender el mar sonoro,
de viento y luz la blanca vela hinchada?Él ha visto las hojas otoñales,
amarillas, rodar, las olorosas
ramas del eucalipto, los rosales
que enseñan otra vez sus blancas rosas ...
Y este dolor que añora o desconfía
el temblor de una lágrima reprime,
y un resto de viril hipocresía
en el semblante pálido se imprime.Serio retrato en la pared clarea
todavía. Nosotros divagamos.
En la tristeza del hogar golpea
el tic-tac del reloj. Todos callamos.
Feld
Der Abend geht hinabwie ein bescheidenes Feuer, das erlischt. Dort, über den Bergen,verbleibt ein bißchen Glut. Und dieser abgebrochene Baum am weißen Wegebringt einen zum Heulen vor Mitleid. Zwei Äste an dem verwundeten Stamm, und einwelkes, schwarzes Blatt an jedem Ast! Weinst du? ... Zwischen den goldenen Pappelnin der Ferne erwartet dich der Schatten der Liebe.
Campo
La tarde está muriendo
como un hogar humilde que se apaga.
Allá, sobre los montes,
quedan algunas brasas.
Y ese árbol roto en el camino blanco
hace llorar de lástima.
¡Dos ramas en el tronco herido, y una
hoja marchita y negra en cada rama!
¿Lloras? ... Entre los álamos de oro,
lejos, la sombra del amor te aguarda.
Varia
«Tournez, tournez, chevaux de bois.» Verlaine Hübsche beschwingte Pferdchen,Pferdchen aus Holz.............................................. Als ich ein Kind war,war mir abends auf einem Festdie Freude beschieden, auf einem roten Roß im Kreis zu reiten. In der staubigen Luftfunkelten die Lichter,und die blaue Nachterstrahlte ganz sternenbesät. Kindliche Freuden,die eine Kupfermünzekosten, hübsche dahinfliegendePferdchen aus Holz!
Varia
«Tournez, tournez, chevaux de bois.» Verlaine Pegasos, lindos pegasos,caballitos de madera.............................................. Yo conocí, siendo niño, la alegría de dar vueltas sobre un corcel colorado, en una noche de fiesta. En el aire polvoriento chispeaban las candelas, y la noche azul ardía toda sembrada de estrellas. ¡Alegrías infantiles que cuestan una monedade cobre, lindos pegasos, caballitos de madera!
Garten
Fern von deinem Garten verbrennt der Abendgoldenen Weihrauch in purpurnen Flammenüber dem Wald aus Kupfer und Asche.In deinem Garten wachsen Dahlien.Vermaledeiter Garten! ... Heute scheint er mirdas Werk eines Friseurs,mit dieser armseligen Zwergpalmeund diesem Rechteck zurechtgestutzter Myrten ...und dem Orangenbäumchen in seiner Tonne ... Das Wasserdes steinernen Brunnenslacht unentwegt auf der weißen Muschel.
Jardín
Lejos de tu jardín quema la tarde inciensos de oro en purpurinas llamas, tras el bosque de cobre y de ceniza. En tu jardín hay dalias. ¡Mal haya tu jardín! ... Hoy me parece la obra de un peluquero, con esa pobre palmerilla enana, y ese cuadro de mirtos recortados ...y el naranjito en su tonel ... El agua de la fuente de piedrano cesa de reír sobre la concha blanca.